Einheit 7 — Historiografie: Wem gehört das Narrativ?

Modell: Einstieg → Input → Üben → Anwenden → Reflexion · GER-Stufe: C1

Lernziele Link zu Überschrift

I-can (unit-spezifisch):

  • Ich rekonstruiere aus einer gehörten Fachdiskussion die Positionen dreier Historiker:innen und ihre argumentativen Verschiebungen.
  • Ich unterscheide analytisch zwischen Quelle und Narrativ und benenne, an welcher Stelle einer Erzählung ein Standpunkt sichtbar wird.
  • Ich formuliere eine textgebundene Problematisierung eines nationalen Meta-Narrativs — hedgend, abwägend, mit Beleg.

cefr_can_do (Prüfungsdeskriptoren):

  • Ich folge einer historiografischen Debatte.
  • Ich problematisiere Geschichtserzählungen argumentativ.
  • Ich kenne Begriffe wie Quelle, Narrativ, Meta-Narrativ, Schweige-Archiv.

GER-Ausrichtung Link zu Überschrift

Prüfungsmodul Hören — Teil 3: (Radio-)Diskussion mit drei Personen, Mehrfachauswahl (3-gliedrig) bzw. Zuordnung, einmaliges Hören. Der Fokus liegt auf inferierendem Hören: nicht das wörtlich Gesagte, sondern die dahinterliegende Haltung und der Argumentationswechsel sind zu erfassen.

Einstieg Link zu Überschrift

Stellen Sie sich vor, zwei Museen — eines im Osten, eines im Westen desselben Landes — zeigen dasselbe Jahrzehnt. Dieselben Fotografien hängen an den Wänden, dieselben Daten stehen auf den Zeittafeln. Und doch verlässt man die beiden Häuser mit zwei unvereinbaren Geschichten. Nichts wurde gefälscht. Verändert hat sich allein, was betont, was weggelassen, was nebeneinander gestellt wurde. Genau an dieser Stelle hört Historiografie auf, ein bloßes Sammeln von Fakten zu sein, und wird zur Frage der Perspektive — und der Macht, zu entscheiden, wessen Erinnerung ins Archiv wandert und wessen verstummt.

Leitfragen zum Einstieg:

  • Wer hat an Ihrer Schule Geschichte unterrichtet — und welche Geschichte, aus wessen Sicht, mit welchen Auslassungen?
  • Welches Ereignis Ihrer Herkunftsregion wird bis heute kontrovers erinnert? Wer streitet mit wem — und worum genau?
  • Ranke wollte zeigen, „wie es eigentlich gewesen“. Lässt sich das überhaupt einlösen — oder ist schon die Auswahl der Quellen eine Deutung?

Input Link zu Überschrift

A. Vokabeltabelle Link zu Überschrift

Begriff / WendungErklärung (C1)
die Quelle, -ndokumentarische Grundlage (Akte, Brief, Foto), aus der Geschichte rekonstruiert wird
das Narrativ, -edie erzählerische Strukturierung von Quellen zu einer sinnstiftenden Geschichte
das Meta-Narrativ, -eübergreifende, oft nationale Deutungserzählung, die Einzelereignisse ordnet
das Schweige-Archiv, -edas nicht Dokumentierte, absichtlich oder strukturell Verschwiegene — ebenfalls Geschichte
den Standpunkt offenlegendie eigene Perspektive methodisch transparent machen (kein Mangel, sondern Redlichkeit)
die Deutungshoheit, o. Pl.die Macht darüber, welche Lesart der Vergangenheit als gültig gilt
die Erinnerungskultur, -endie Gesamtheit der Formen bewussten Erinnerns einer Gesellschaft
die Geschichtsschreibung / Historiografiedie wissenschaftliche und schriftliche Darstellung von Geschichte
einer Erzählung zugrunde liegenihr (oft unausgesprochenes) Ordnungsprinzip bilden
etwas relativieren / kontextualisiereneine Aussage in Verhältnis und Zusammenhang rücken

B. Grammatik im Fokus — Distanzierung und Hedging (redewiedergebender Konjunktiv I & Modalisierung) Link zu Überschrift

Wer über fremde Geschichtsdeutungen spricht, muss sich von ihnen sprachlich distanzieren können — sonst verschmelzen die eigene Stimme und die referierte Position.

Indirekte Rede (Konjunktiv I) zur Distanzierung:

  • Vogt betont, die Akten seien dieselben geblieben.
  • Bauer wendet ein, auch das Archiv sei eine Auswahl.

Modalisierende Verben / Wendungen (Hedging):

  • Es lässt sich argumentieren, dass / Man könnte einwenden, dass
  • Vieles spricht dafür, dass … — zugleich ist nicht auszuschließen, dass …
  • Die These erscheint insofern plausibel, als

Konzessive Verknüpfung (Abwägung):

  • So überzeugend die These klingt, so wenig erklärt sie …
  • Zwar … , doch bleibt fraglich, ob …

C. Hörtext (zum Vorlesen) — Podcast „Geschichte verhandelt“, Folge 12 Link zu Überschrift

Vorlesehinweis für die Lehrkraft: einmal in normalem Tempo vortragen; die vier Stimmen (Moderatorin, Vogt, Bauer, Lange) deutlich unterscheiden. Länge ca. 3,5 Minuten.

Moderatorin: Willkommen. Unsere heutige Frage klingt harmlos und ist es nicht: Wer schreibt eigentlich die Geschichte der DDR? Frau Dr. Vogt, ich beginne bei Ihnen.

Vogt: Schon die Formulierung „die Geschichte“ ist verräterisch. In den 1990er Jahren waren es überwiegend westdeutsch sozialisierte Historiker:innen, die den Ton angaben. Inzwischen mischen sich Stimmen ein, die selbst im Osten aufgewachsen sind — und das verschiebt die Akzente merklich. Das Material aber, die Akten, die Statistiken, bleibt dasselbe. Insofern würde ich sagen: Die Deutung wandert, die Quelle ruht.

Bauer: Da muss ich behutsam widersprechen. Auch eine Akte ruht nicht neutral im Regal. Sie ist von jemandem angelegt, von jemandem geordnet, von jemandem aufbewahrt worden — und ebenso von jemandem nicht angelegt worden. Was nie zu Papier kam, das Verschwiegene, das Beiläufige, nenne ich das Schweige-Archiv. Es ist genauso Geschichte wie das, was überliefert ist — nur schwerer hörbar.

Lange: Mir fehlt in dieser Debatte etwas anderes, nämlich die Selbstkritik derer, die heute den Ton angeben. Auch wer im Westen sozialisiert wurde, schreibt nicht aus dem Nichts heraus. Ein Erzählen ganz ohne Standpunkt gibt es schlicht nicht.

Moderatorin: Frau Lange, ist das nicht ein Freibrief für Beliebigkeit? Wenn ohnehin jeder aus seiner Perspektive erzählt — warum dann noch Wissenschaft?

Lange: Im Gegenteil. Gerade weil es keinen Standpunkt von nirgendwo gibt, wird Methode wichtig. Nicht die Illusion der Neutralität rettet uns, sondern das Offenlegen der eigenen Lage.

Bauer: Da treffen wir uns. Wer eine Geschichte schreibt, muss den eigenen Standpunkt kenntlich machen — das ist Handwerk, nicht Schwäche. Verdächtig ist nicht die Perspektive, verdächtig ist die verschwiegene Perspektive.

Vogt: Einverstanden — solange wir darüber die Quellenarbeit nicht kleinreden. Sonst wird aus jeder Erzählung ein bloßes Meinungsstück.

Moderatorin: Ein schöner Streit, der sich zum Konsens neigt. Halten wir fest: Die Vergangenheit ist geschehen — aber wem sie gehört, das wird bis heute verhandelt.

D. Kontext (belegt) Link zu Überschrift

Der Begriff Erinnerungskultur setzte sich als Leitbegriff der Kulturwissenschaften erst in den 1990er Jahren durch; Aleida und Jan Assmann prägten dafür die Unterscheidung zwischen einem lebensweltlich getragenen kommunikativen Gedächtnis und einem institutionell gestützten kulturellen Gedächtnis (Assmann, referiert nach de.wikipedia.org, „Kulturelles Gedächtnis“, CC-BY-SA 4.0). Christoph Cornelißen fasst Erinnerungskultur als formalen Oberbegriff für alle nur denkbaren Formen der bewussten Erinnerung an historische Ereignisse — ob ästhetischer, politischer oder kognitiver Art (referiert nach de.wikipedia.org, „Erinnerungskultur“, CC-BY-SA 4.0). Historiografisch bemerkenswert ist die Spannung zu Leopold von Rankes berühmtem Programm, Geschichte solle bloß zeigen, „wie es eigentlich gewesen“ (Ranke, Geschichten der romanischen und germanischen Völker, 1824, gemeinfrei) — ein Anspruch, den die neuere Gedächtnisforschung als selbst standortgebunden problematisiert.

Üben Link zu Überschrift

Aufgabe 1 — Globalverstehen (nach dem Hören) Link zu Überschrift

Ordnen Sie jede Aussage der sprechenden Person zu: V (Vogt), B (Bauer), L (Lange) oder (im Text nicht vertreten).

  1. Das Quellenmaterial bleibt konstant, während die Deutung sich verschiebt. → ___
  2. Auch das Nicht-Dokumentierte ist Teil der Geschichte. → ___
  3. Ein Erzählen ohne Standpunkt existiert nicht. → ___
  4. Historiker:innen sollten ihre Herkunft geheim halten, um objektiv zu wirken. → ___
  5. Das Offenlegen des Standpunkts ist methodisches Handwerk. → ___
  6. Quellenarbeit darf über der Perspektivfrage nicht verschwinden. → ___

Aufgabe 2 — Detailverstehen / Inferenz (3-gliedrige MC) Link zu Überschrift

Kreuzen Sie die Aussage an, die dem Gehörten am genauesten entspricht.

2.1 Vogts Formel „die Deutung wandert, die Quelle ruht“ meint, dass …

  • a) sich Akten im Lauf der Zeit inhaltlich verändern.
  • b) das Material stabil bleibt, seine Interpretation aber wechselt.
  • c) alte Quellen unbrauchbar geworden sind.

2.2 Bauers Einwand gegen Vogt lautet im Kern, dass …

  • a) Akten niemals aufbewahrt werden sollten.
  • b) auch die Auswahl und Aufbewahrung von Quellen bereits eine Deutung ist.
  • c) das Schweige-Archiv wichtiger sei als jede Akte.

2.3 Auf den Vorwurf der „Beliebigkeit“ antwortet Lange, indem sie …

  • a) die Perspektivgebundenheit als Grund für mehr Methode ausweist.
  • b) Neutralität als erreichbares Ideal verteidigt.
  • c) Wissenschaft insgesamt für überflüssig erklärt.

Aufgabe 3 — Wortschatz in Kontext Link zu Überschrift

Ersetzen Sie die umschriebenen Ausdrücke durch einen Begriff aus der Vokabeltabelle (Abschnitt A).

  1. „Das übergreifende, oft nationale Deutungsmuster, das die Einzelereignisse ordnet“ = das _______.
  2. „Die Macht darüber, welche Lesart der Vergangenheit als gültig gilt“ = die _______.
  3. „Seine eigene Perspektive methodisch transparent machen“ = den _______.

Aufgabe 4 — Sprachliche Distanzierung (Grammatik B) Link zu Überschrift

Formulieren Sie die direkte Rede in indirekte Rede (Konjunktiv I) um und fügen Sie ein hedgendes Verb hinzu.

Beispiel: „Die Akten sind dieselben.“ (Vogt) → Vogt macht geltend, die Akten seien dieselben geblieben.

  1. „Auch das Verschwiegene ist Geschichte.“ (Bauer)
  2. „Es gibt kein Erzählen ohne Standpunkt.“ (Lange)
  3. „Ohne Quellenarbeit wird jede Erzählung ein Meinungsstück.“ (Vogt)

Niveau-Differenzierung:

  • C1 – (Stützung): Bei Aufgabe 2 vorab die Schlüsselwendungen („die Deutung wandert“, „Beliebigkeit“) an die Tafel schreiben. Bei Aufgabe 4 die Konjunktiv-I-Formen (sei/seien/gebe) vorgeben.
  • C1 + (Ausbau): Aufgabe 1 als reines Hörverstehen ohne Transkript. Zusatz: Formulieren Sie in einem Satz, an welcher Stelle sich der Streit zum Konsens wendet — mit Beleg.

Lösungen (Üben) Link zu Überschrift

Lösungen anzeigen

Aufgabe 1: 1) V · 2) B · 3) L · 4) – (Distraktor: das Gegenteil wird gesagt) · 5) B · 6) V.

Aufgabe 2: 2.1 → b · 2.2 → b · 2.3 → a.

Aufgabe 3: 1) Meta-Narrativ · 2) Deutungshoheit · 3) Standpunkt offenlegen.

Aufgabe 4 (Musterlösungen):

  1. Bauer gibt zu bedenken, auch das Verschwiegene sei Geschichte.
  2. Lange hält fest, es gebe kein Erzählen ohne Standpunkt.
  3. Vogt warnt, ohne Quellenarbeit werde jede Erzählung zu einem Meinungsstück.

Anwenden Link zu Überschrift

Produktionsaufgabe — mündliche Kurz-Erörterung (C1, ca. 4–5 Min).

Halten Sie einen strukturierten Monolog zur Leitfrage:

„Welches Meta-Narrativ Ihrer Herkunftsregion würden Sie anders erzählen wollen — und was steht in dessen Schweige-Archiv?“

Vorgaben:

  • Bauen Sie These → Gegenstimme → Abwägung → begründete Position auf (klassische Erörterungsstruktur).
  • Verwenden Sie mindestens vier Begriffe aus Abschnitt A und zwei hedgende Wendungen aus Abschnitt B.
  • Legen Sie Ihren eigenen Standpunkt am Ende ausdrücklich offen.

Bewertungskriterien:

KriteriumDeskriptor (C1)
Aufbau / Kohärenzerkennbare Erörterungsstruktur, klare Konnektoren
Fachwortschatz≥ 4 Begriffe treffsicher eingesetzt
Argumentation / Abwägungechte Gegenstimme, keine Scheinabwägung
Hedging / Distanzierungmodalisiert statt behauptet; Standpunkt offengelegt
Registerdurchgehend akademisch-abwägend

Prüfung — GER C1 Hören, Teil 3 Link zu Überschrift

Aufgabenstellung: Sie hören die Podcast-Diskussion (Hörtext C) einmal. Ordnen Sie die acht Aussagen den Personen zu: V (Vogt), B (Bauer), L (Lange) — oder , wenn die Aussage im Gespräch nicht vertreten ist (Distraktor).

  1. „In den 1990er Jahren gaben westdeutsch sozialisierte Historiker:innen den Ton an.“ → ___
  2. „Was nie zu Papier kam, ist ebenso Geschichte.“ → ___
  3. „Ein Erzählen ganz ohne Standpunkt gibt es nicht.“ → ___
  4. „Der eigene Standpunkt ist kenntlich zu machen — das ist Handwerk.“ → ___
  5. „Das Schweige-Archiv ist bloße Polemik ohne wissenschaftlichen Wert.“ → ___
  6. „Über der Perspektivfrage darf die Quellenarbeit nicht kleingeredet werden.“ → ___
  7. „Auch die Aufbewahrung einer Akte ist bereits eine Auswahl.“ → ___
  8. „Nur die Illusion völliger Neutralität rettet die Wissenschaft.“ → ___

Punkte-Rubrik (max. 8 Punkte):

PunkteLeistung
8alle Zuordnungen inkl. beider Distraktoren korrekt
6–71–2 Fehler, Distraktoren sicher erkannt
4–53–4 Fehler oder ein Distraktor als Sprecher-Aussage gewertet
2–3überwiegend Rateverhalten, Positionen nicht getrennt
0–1keine belastbare Zuordnung

Bewertungshinweis: Jede korrekte Zuordnung = 1 Punkt. Die beiden Distraktoren (Aussagen 5 und 8) prüfen, ob die Kandidat:innen zwischen tatsächlich Gesagtem und plausibel Klingendem unterscheiden.

Lösung Prüfung
  1. V · 2) B · 3) L · 4) B · 5) – · 6) V · 7) B · 8) –.

Reflexion Link zu Überschrift

  • Ich folge einer historiografischen Diskussion mit drei Stimmen und erkenne, wo sich Positionen verschieben.
  • Ich unterscheide sicher zwischen Quelle, Narrativ, Meta-Narrativ und Schweige-Archiv.
  • Ich problematisiere ein nationales Geschichtsnarrativ argumentativ — mit Gegenstimme und Abwägung.
  • Ich distanziere mich sprachlich (Konjunktiv I) und modalisiere meine Behauptungen (Hedging).
  • Ich lege meinen eigenen Standpunkt offen, statt Neutralität vorzutäuschen.

Hinweise für Lehrkräfte Link zu Überschrift

Zeitraster (45 Min):

PhaseZeitSozialform / Hinweis
Einstieg6'Plenum: Museums-Bild, Leitfragen — Aktivierung von Vorwissen
Input A–B7'Vokabeltabelle + Grammatikbox, Lehrervortrag/fragend
Input C (Hörtext)6'Lehrkraft liest einmal vor; Lernende hören ohne Text
Üben 1–210'Einzel- dann Partnerarbeit; Abgleich im Plenum
Üben 3–48'Partnerarbeit; Konjunktiv-I-Formen ggf. vorgeben
Anwenden (Anleitung)4'Aufgabe erläutern, Struktur an Tafel; Durchführung folgt
Reflexion4'Selbsteinschätzung mit Checkliste

Gruppierung: Für den Hörtext leistungsheterogene Paare, damit Stärkere die Sprecher-Zuordnung modellieren. Für Üben 4 lieber homogene Paare, damit das Konjunktiv-Niveau passt.

Differenzierung: Siehe Niveau-Kasten (C1 –/+). Für rasche Lernende die Prüfungsaufgabe als zweites, textloses Hören vorziehen; für langsamere den Hörtext ein zweites Mal segmentiert vorlesen (Sprecher-für-Sprecher).

Fallstricke im Blick behalten:

  • „Narrativ“ ist Neutrum: das Narrativ.
  • „Schweige-Archiv“ ist ein methodisches Konzept (das strukturell Verschwiegene), nicht die Summe stiller Aktenordner.
  • „Standpunkt offenlegen“ ≠ Subjektivität als Schwäche, sondern als methodische Redlichkeit.

Quellen Link zu Überschrift

Hinweis: Alle Fließtexte (Einstieg, Hörtext, Beispielsätze) sind Originalprosa dieser Einheit. Wörtlich zitiert werden ausschließlich gemeinfreie Autoren (Ranke, Nietzsche). Lebende bzw. urheberrechtlich geschützte Autor:innen werden ausschließlich paraphrasiert und verlinkt.

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Hören

Wortschatz, Dialoge und Texte dieser Einheit als Audio, gesprochen von einer muttersprachlichen Stimme. Der gesprochene Text steht jeweils darunter.

Wortschatz 1
Text anzeigen

die Quelle, -n · das Narrativ, -e · das Meta-Narrativ, -e · das Schweige-Archiv, -e · den Standpunkt offenlegen · die Deutungshoheit, o. Pl. · die Erinnerungskultur, -en · die Geschichtsschreibung / Historiografie · einer Erzählung zugrunde liegen · etwas relativieren / kontextualisieren

Text 1
Text anzeigen

*Vorlesehinweis für die Lehrkraft: einmal in normalem Tempo
vortragen; die vier Stimmen (Moderatorin, Vogt, Bauer, Lange)
deutlich unterscheiden. Länge ca. 3,5 Minuten.*

Text 2
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*„Welches Meta-Narrativ Ihrer Herkunftsregion würden Sie anders
erzählen wollen — und was steht in dessen Schweige-Archiv?*

Wortschatz 2
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Aufbau / Kohärenz · Fachwortschatz · Argumentation / Abwägung · Hedging / Distanzierung · Register

Wortschatz 3
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8 · 6–7 · 4–5 · 2–3 · 0–1

Wortschatz 4
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Einstieg · Input A–B · Input C (Hörtext) · Üben 1–2 · Üben 3–4 · Anwenden (Anleitung) · Reflexion

Text 3
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*Hinweis: Alle Fließtexte (Einstieg, Hörtext, Beispielsätze) sind
Originalprosa dieser Einheit. Wörtlich zitiert werden ausschließlich
gemeinfreie Autoren (Ranke, Nietzsche). Lebende bzw. urheberrechtlich
geschützte Autor:innen werden ausschließlich paraphrasiert und verlinkt.*