Einheit 11 — Umwelt im Alltag: Müll trennen, sparen

Modell: Einstieg → Input → Üben → Anwenden → Reflexion · GER-Stufe: A2

Lernziele Link zu Überschrift

  • Ich kann vier Mülltonnen benennen und sagen, was hineinkommt.
  • Ich kann einen kurzen Radiobeitrag über die Umwelt verstehen.
  • Ich kann fünf einfache Umwelt-Tipps in kurzen Sätzen geben.
  • Ich kann mit weil einen Grund für einen Tipp nennen.
  • Ich verstehe Umwelttipps im Radio.
  • Ich kenne die deutsche Mülltrennung.
  • Ich gebe einfache Umwelt-Tipps auf Deutsch weiter.

Einstieg Link zu Überschrift

Eine kleine Szene aus dem Alltag. Lena und Omar stehen in der Küche vor drei Mülleimern.

Lena: Omar, warte! Die leere Flasche kommt nicht in den Restmüll.

Omar: Oh, wirklich? Wohin denn dann?

Lena: Glas bringen wir zum Container an der Ecke. Und den Joghurtbecher werfe ich in den Gelben Sack.

Omar: Das ist am Anfang kompliziert. Aber ich glaube, ich verstehe es langsam.

Aktivierungsfragen:

  • Wie trennen Sie Müll zu Hause?
  • Welche Farbe hat die Papiertonne bei Ihnen?
  • Was machen Sie mit einer alten Batterie?

Input Link zu Überschrift

A. Vokabeltabelle Link zu Überschrift

DeutschErklärung / Beispiel
der Müllalte Sachen, die man wegwirft
die Mülltonne, -ngroßer Behälter für Müll
trennenden Müll sortieren
das PapierZeitung, Karton, Hefte
der BiomüllObstreste, Kaffeesatz, Gartenabfälle
die Verpackung, -enPlastik, Dosen, Tetrapak
der Restmüllalles, was sonst nirgends passt
das Altglasleere Flaschen und Gläser
die Batterie, -nStrom für Lampe, Uhr, Handy
der Tipp, -sein guter Rat
sparenweniger verbrauchen (Wasser, Strom)
die UmweltNatur, Luft, Wasser um uns herum

B. Grammatik — Der Grund mit weil Link zu Überschrift

Mit weil nennen wir einen Grund. Nach weil steht das Verb am Ende.

Ich trenne den Müll, weil es der Umwelt hilft.

Ich fahre mit dem Rad, weil ich Benzin spare.

Glas kommt in den Container, weil man es recyceln kann.

Muster: Hauptsatz + , weil + Subjekt + … + Verb (Ende).

C. Hörtext (zum Vorlesen) Link zu Überschrift

Die Lehrkraft liest den Text ein- bis zweimal ruhig vor. Ein kurzer Radiobeitrag im Format „Umwelt-Tipp der Woche“.

Moderatorin: Willkommen zum Umwelt-Tipp der Woche! Heute im Studio: Frau Berg von der Stadtreinigung. Frau Berg, wie trennt man in Deutschland richtig?

Frau Berg: Guten Tag! Ganz einfach mit vier Behältern. Papier kommt in die blaue Tonne — also Zeitungen und Kartons. Obstreste und Kaffeesatz gehören in die braune Biotonne.

Moderatorin: Und die Verpackungen?

Frau Berg: Plastik, Dosen und Tetrapak kommen in den Gelben Sack. Aber bitte sauber! Ein schmutziger Becher gehört in den Restmüll, also in die graue Tonne.

Moderatorin: Haben Sie noch einen Spar-Tipp für uns?

Frau Berg: Ja, gern. Duschen Sie kürzer, weil das viel Wasser spart. Und kaufen Sie Obst aus der Region, weil das gut für die Umwelt ist. Batterien bringen Sie bitte zum Supermarkt — niemals in den Hausmüll!

Moderatorin: Vielen Dank, Frau Berg. Bis nächste Woche!

D. Kulturnotiz — Der „Gelbe Sack“ Link zu Überschrift

In Deutschland gibt es seit den frühen 1990er-Jahren ein besonderes System für Verpackungen. Verkäufer müssen ihre Verpackungen zurücknehmen und recyceln. Darum sammeln viele Haushalte Plastik, Metall und Getränkekartons getrennt — im „Gelben Sack“ oder in der Gelben Tonne. Interessant: Von dem gesammelten Material sind ungefähr sieben von zehn Teilen wirklich Verpackung; der Rest ist falsch eingeworfener Müll. Sauber trennen hilft also beim Recycling. (Paraphrasiert nach de.wikipedia.org, „Mülltrennung“ / „Duales System (Abfallwirtschaft)“, CC-BY-SA 4.0.)

Üben Link zu Überschrift

Aufgabe 1 — Zuordnen (leicht). Welche Tonne / welcher Ort? Schreiben Sie: blau, braun, gelb, grau oder Container.

  • Zeitung → __________
  • Apfelrest → __________
  • saubere Plastikflasche → __________
  • schmutziger Becher → __________
  • leere Weinflasche (Glas) → __________

Aufgabe 2 — Richtig oder falsch? (zum Hörtext C).

  1. Papier kommt in die blaue Tonne.
  2. Obstreste gehören in den Gelben Sack.
  3. Ein schmutziger Becher kommt in den Restmüll.
  4. Batterien darf man in den Hausmüll werfen.

Aufgabe 3 — Sätze mit weil (mittel). Verbinden Sie.

  1. Ich dusche kürzer, weil … (viel Wasser / sparen)
  2. Ich kaufe Obst aus der Region, weil … (gut / für die Umwelt / sein)
  3. Ich trenne den Müll, weil … (man / es / recyceln / können)

Aufgabe 4 — Eigene Tipps (schwer). Schreiben Sie zwei eigene Umwelt-Tipps mit weil.

  • Beispiel: Ich nehme eine Stofftasche, weil ich Plastik spare.

Niveau-Differenzierung:

  • A2.1 (leichter): Nur Aufgabe 1 und 2; Sätze mit weil als Lückentext mit vorgegebenem Verb.
  • A2.2 (stärker): Aufgabe 3 und 4 frei; zusätzlich einen dritten eigenen Tipp mit weil und und verbinden.

Lösungen Link zu Überschrift

Aufgabe 1. Zeitung → blau · Apfelrest → braun · saubere Plastikflasche → gelb · schmutziger Becher → grau · leere Weinflasche → Container.

Aufgabe 2. 1) Richtig · 2) Falsch (Biotonne) · 3) Richtig · 4) Falsch (zum Supermarkt).

Aufgabe 3. 1) …, weil das viel Wasser spart. · 2) …, weil das gut für die Umwelt ist. · 3) …, weil man es recyceln kann.

Aufgabe 4. Individuell. Muster: Ich fahre mit dem Rad, weil ich Benzin spare. Ich mache das Licht aus, weil das Strom spart.

Anwenden Link zu Überschrift

Sprechen — Umwelt-Tipp weitergeben. Arbeiten Sie zu zweit. Partner A zieht eine Karte mit einem Gegenstand (z. B. leere Milchpackung, Zeitung, Batterie, Apfelrest). Partner A sagt, in welche Tonne der Gegenstand kommt und warum (mit weil). Partner B hört zu und gibt danach einen eigenen Spar-Tipp.

Beispiel: „Die Milchpackung kommt in den Gelben Sack, weil das eine Verpackung ist.“

Bewertungskriterien:

  • Inhalt: richtige Tonne genannt (0–2 Punkte).
  • Grammatik: weil-Satz mit Verb am Ende (0–2 Punkte).
  • Aussprache / Flüssigkeit: verständlich gesprochen (0–1 Punkt).

Prüfung Link zu Überschrift

GER A2 · Modul Hören. Hinweis: Eine Audio-Aufnahme kann später ergänzt werden. Zurzeit liest die Lehrkraft den Hörtext aus Abschnitt C zweimal ruhig vor.

Aufgabenstellung: Sie hören einen kurzen Radiobeitrag über Mülltrennung. Lösen Sie danach die Aufgaben 1 und 2.

Aufgabe 1 — Richtig oder falsch? (5 Punkte, je 1 Punkt).

Nr.Aussagerichtigfalsch
1Man trennt Müll in Deutschland mit vier Behältern.
2Zeitungen kommen in die braune Tonne.
3Kurz duschen spart Wasser.
4Ein schmutziger Becher kommt in den Gelben Sack.
5Batterien bringt man zum Supermarkt.

Aufgabe 2 — Zuordnung (5 Punkte, je 1 Punkt). Ordnen Sie die Gegenstände (1–5) den Tonnen / Orten (a–e) zu.

Gegenstände: 1. Zeitung · 2. Apfelrest · 3. saubere Plastikdose · 4. leere Glasflasche · 5. alte Batterie

Tonnen / Orte: a) blaue Tonne (Papier) · b) braune Tonne (Bio) · c) Gelber Sack (Verpackung) · d) Altglas-Container · e) Supermarkt / Sammelstelle

Punkte-Rubrik (10 Punkte gesamt):

PunkteBewertung
9–10sehr gut
7–8gut
5–6ausreichend
0–4noch nicht bestanden
Lösungen (Prüfung)

Aufgabe 1. 1) richtig · 2) falsch (blaue Tonne) · 3) richtig · 4) falsch (Restmüll) · 5) richtig.

Aufgabe 2. 1 = a · 2 = b · 3 = c · 4 = d · 5 = e.

Reflexion Link zu Überschrift

  • Ich kann vier Mülltonnen benennen.
  • Ich verstehe einen kurzen Radiobeitrag zur Umwelt.
  • Ich kann einen Grund mit weil nennen (Verb am Ende).
  • Ich kann fünf Umwelt-Tipps in kurzen Sätzen geben.

Hinweise für Lehrkräfte Link zu Überschrift

Zeitplan (45 Minuten):

  • Einstieg — 5 Min (Szene lesen, Aktivierungsfragen im Plenum).
  • Input — 13 Min (Wortschatz, weil-Box, Hörtext einmal vorlesen).
  • Üben — 15 Min (Aufgaben 1–4, Lösungen gemeinsam).
  • Anwenden — 8 Min (Partnerübung Sprechen).
  • Prüfung / Reflexion — 4 Min (Prüfungsformat vorstellen, Selbstcheck).

Gruppen: Einstieg im Plenum, Üben in Einzelarbeit, Anwenden in Paaren (A/B), Prüfung als Simulation im Plenum.

Differenzierung: Für schwächere Lernende den Hörtext dreimal vorlesen und Schlüsselwörter (blau, braun, gelb, grau) vorher an die Tafel schreiben. Stärkere Lernende formulieren zusätzliche weil-Sätze frei und erklären einen eigenen Spar-Tipp.

Quellen Link zu Überschrift

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Hören

Wortschatz, Dialoge und Texte dieser Einheit als Audio, gesprochen von einer muttersprachlichen Stimme. Der gesprochene Text steht jeweils darunter.

Dialog 1
Text anzeigen

Lena: Omar, warte! Die leere Flasche kommt nicht in den
Restmüll.
Omar: Oh, wirklich? Wohin denn dann?
Lena: Glas bringen wir zum Container an der Ecke. Und den
Joghurtbecher werfe ich in den Gelben Sack.
Omar: Das ist am Anfang kompliziert. Aber ich glaube, ich
verstehe es langsam.

Wortschatz 1
Text anzeigen

der Müll · die Mülltonne, -n · trennen · das Papier · der Biomüll · die Verpackung, -en · der Restmüll · das Altglas · die Batterie, -n · der Tipp, -s · sparen · die Umwelt

Text 1
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Ich trenne den Müll, weil es der Umwelt hilft.
Ich fahre mit dem Rad, weil ich Benzin spare.
Glas kommt in den Container, weil man es recyceln kann.

Dialog 2
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Moderatorin: Willkommen zum Umwelt-Tipp der Woche! Heute im
Studio: Frau Berg von der Stadtreinigung. Frau Berg, wie trennt
man in Deutschland richtig?
Frau Berg: Guten Tag! Ganz einfach mit vier Behältern.
Papier kommt in die blaue Tonne — also Zeitungen und Kartons.
Obstreste und Kaffeesatz gehören in die braune Biotonne.
Moderatorin: Und die Verpackungen?
Frau Berg: Plastik, Dosen und Tetrapak kommen in den Gelben
Sack. Aber bitte sauber! Ein schmutziger Becher gehört in den
Restmüll, also in die graue Tonne.
Moderatorin: Haben Sie noch einen Spar-Tipp für uns?
Frau Berg: Ja, gern. Duschen Sie kürzer, weil das viel
Wasser spart. Und kaufen Sie Obst aus der Region, weil das gut
für die Umwelt ist. Batterien bringen Sie bitte zum Supermarkt
— niemals in den Hausmüll!
Moderatorin: Vielen Dank, Frau Berg. Bis nächste Woche!

Wortschatz 2
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1 · 2 · 3 · 4 · 5

Wortschatz 3
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9–10 · 7–8 · 5–6 · 0–4